Die Eifeler-Kalkmulde
Büdesheim liegt in der Eifeler-Kalkmulde, genauer, in der Prümer Kalkmulde und gehört absolut nicht, wie fälschlicherweise immer gemeint, zur Schnee-Eifel. Die "Schneifel" ist wiederum ein Höhenzug in der Schnee-Eifel. Dieser dunkle Höhenzug liegt im Westen von Büdesheim und Prüm mit seiner höchsten Erhebung dem „Schwarzen Mann" mit seinen 697,3 m Höhe und verläuft von Brandscheid bei Prüm nach Nordosten bis Ormont entlang der Grenze zu Belgien.

Blick auf Gondelsheim
Foto: Udo Schikora

Südlich von Prüm gelangt man in das „Nimstal", mit dem altertümlichen Dorf Schönecken mit seiner großen Burgruine.

Im Nordwesten von Büdesheim liegt die Stadt Hillesheim, in der Hillesheimer Kalkmulde. Dieses Städtchen glänzt mit seiner Stadtmauer. Viele Touristen kommen nur wegen der Mauer. Stadtmauern oder deren Ruinen gibt es viele in der Eifel, doch nirgendwo ist das Bild zinnen- und turmbekrönter mittelalterlicher städtischer Wehrhaftigkeit so beeindruckend und imposant wie hier.

Im Osten von Büdesheim liegt das „Kylltal" zwischen Gerolstein und Mahlberg. In Birresborn, südlich von Gerolstein liegen die berühmten „Birresborner Eishöhlen". Der vulkanische „Schlackenkegel" diente früher als Mühlensteinbruch.
Mehrere große Höhleneingänge des ehemaligen Werkplatzes führen abwärts in die Gang- und Kammersysteme des Berges.
Gerolstein (Gerolsteiner Kalkmulde) ist eine interessante Stadt. Die „Kasselburg" überragt Pelm und Gerolstein. Dort kann man Flugschauen mit Greifvögeln bewundern.
Um die Jahrhundertwende suchten viele damalige Touristen in Gerolstein nach Steinen, die Tribobiten, Korallen, Seelilien, Armfüßler, Muscheln und Schnecken enthielten.
Sie zeugten von einer bizarren Formenvielfalt einer vor 350 Millionen Jahren untergegangenen Tierwelt.

Die Wahrzeichen von Gerolstein sind die steil aufragenden Felswände der Munteley, der benachbarte Auberg und die Hustley Reste sind die Überreste eines gewaltigen Korallenriffes, dessen ehemalige Ausdehnung auf 120 Km geschätzt wird. Vor 350 Millionen Jahren muß sich um Gerolstein und seine Korallenbänke ein Klima entfaltet haben, unter Bedingungen, wie sie heute nur in der Südsee anzutreffen sind.

Im Süden liegt Malberg an der Kyll, dass von der vollständig erhaltenen Schlossanlage überragt wird. Gegenüber liegt Kyllburg mit seinem Stift. Leider kann man die Schlossanlage nicht besichtigen, da sie sich im Privatbesitz befindet.

Dies sollte nur ein kleiner Überblick sein. Wer ein Liebhaber von Burgen, Schlössern, Abteien und Kirchen ist, kommt auch in der Eifel auf seine Kosten. Einige möchte ich als Beispiel nennen:
Burgdorf Kronenburg (nördlich von Prüm), Burg Eltz, die Burgruinen bei Manderscheid,
die Burg in Kerpen, Burg Pyrmont, Bertradaburg in Mürlenbach, Kasselburg bei Pelm, Burg Werneseck bei Plaidt, Schloß Malberg, Schloß Eicks bei Kommern, die Abtei Maria Laach, Zisterzienser-Abtei in Himmerod, Schloß Bürresheim, Burg Nideggen, Burg Heimbach, Kloster Steinfeld, Kloster Wernau usw. usw.

Quelle: Die Eifel, DuMont Kunstreiseführer, DuMont Buchverlang, 1984

Der Begriff "Schneifel" hat überhaupt nichts mit Schnee oder Eifel zu tun. Er leitet sich aus dem früheren Sprachgebrauch dieser Region ab und bedeutet so viel wie Schneise. Diese Schneise wiederum verlief über den Höhenzug. Die eigentliche Schneifel ist der unbewohnte zentrale Gebirgszug in der Schnee-Eifel.
Eben dieser Höhenzug ist bewachsen mit dichten Fichtenwäldern. Die Schneifel gehört zu den unwirklichsten, ärmsten und und einsamsten Gebieten der ganzen Eifel. Trotzdem lädt sie an sonnigen Wintertagen zahlreiche Skifahrer ein. Im Sommer ist sie ein hervorragendes und beliebtes Waldwandergebiet. Die Schneifel wird auf ihrer gesamten Länge von Bunkerruinen des ehemaligen Westwalles bedeckt.

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