Eifeldorf Büdesheim

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Seite 1 - Beschreibung und Fotos der Wegekreuze 1-8

Büdesheim > Wegekreuze im Ort
 
 
 

Wegekreuz 1

Kreuzname:
Ellicks-Kreuz
Kreuzart:
Sandsteinkreuz
Standort:
Parkplatz an der Straße nach Birresborn, oberhalb der Bundesstraße 410
Koordinaten:
50°12´59" N -  06°34´11"E (WGS 84)
Entstehung:
1630
Besonderheiten:
Es schaut nicht in Richtung Dorf, sondern in Richtung Birresborn


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Beschreibung:

Das erste Wegekreuz steht an der Straße nach Birresborn, oberhalb der B 410 nach Gerolstein. Auf dem höchsten Punkt, auf einem Parkplatz, steht ein sehr hoher Bildstock aus Sandstein. Ein mächtiger Sockelstein gibt dem 3.50 m hohen Kreuz einen festen Halt. Der hohe, dicke Schaft, der sich nach oben etwas verjüngt, steht auf einem kurzen vierkantigen Schaftfuß. Die ganze Breite des Schaftes ist mit einer Inschrift versehen, die im ersten Teil in lateinischer und im zweiten Teil in deutscher Sprache verfasst ist. Diese beiden Schriftteile werden durch ein Beschlagmuster als Zierstück getrennt. Die Inschrift lautet:
»TRANSITIS PER VIAM ATENITE ET VIDE TRANSIT DOLOR SIMILIS SICUT DOLOR MEUS. TREN. 3. ANNO 1630 GERHARTS HUPRICHT UND MARTIN SUN UND GRET EHELEUT HABEN GOT ZU EHREN UND IHRER SEELEN ZUM HEIL UND TROST DIS CREUTZ LASSEN MACHEN«
Den Abschluss bildet eine Kreuzigungsgruppe, deren beide Beifiguren nicht frei stehen, sondern, durch eine Rückwand verbunden, mit dem Kreuz ein Stück bilden. Unterhalb des Bildwerks füllt ein Engelskopf mit gespreizten Flügeln das gesamte Kapitell aus. Dieses Meisterwerk ist aus einem Stück gehauen und hat, wie Messungen ergeben, ein Gewicht von über zwanzig Zentnern.


 
 
 

Wegekreuz 2

Kreuzname:
unbekannt
Kreuzart:
Schaftkreuz
Standort:

Auf dem Waldweg (gegenüber vom Wegekreuz 1, immer geradeaus) in Richtung "Grillhütte Büdesheimer Musikanten".

Koordinaten:
50°12´47" N -  06°33´53"E (WGS 84)
Entstehung:
1666
Besonderheiten:
Errichtet zur Zeit einer Pestepedemie

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Flurname:
Im krummen Acker

Beschreibung:

Die nächste Station unserer Wanderung erreichen wir, wenn wir uns auf den Weg durch den Wald begeben. Nach einigen hundert Metern sehen wir am rechten Wegrand einen alten Kreuzstumpf aus rotem Sandstein. Es war ein früheres Schaftkreuz. Von der Schrift ist weiter nichts mehr zu lesen als die Jahreszahl »1666«. Errichtet zur Zeit einer Pestepidemie, kann man es zu den vielen Pestkreuzen der Eifel zählen. Das auf diesen Stumpf gesetzte Steinkreuz mit Korpus und eingemeißeltem Christus-monogramm ist neueren Datums. Die Kreuzbalkenenden laufen dreifach abgerundet aus.



 
 
 

Wegekreuz 3

Kreuzname:
unbekannt
Kreuzart:
Andachtskreuz
Standort:
Auf dem alten Hauptweg nach Kopp, in unmittelbarer Nähe der Grillhütte.
Koordinaten:
50°12´34"N -  06°33´35"E  (WGS 84)
Entstehung:
unbekannt
Besonderheiten:
Buntsandsteinkreuz


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Beschreibung:
Auf diesem Weg weiter wandernd stoßen wir, wenn die Hauptstraße nach Kopp erreicht ist, in der Nähe der Grillhütte auf ein Buntsandsteinkreuz mit breiten Kreuzbalken und dem PX-Symbol statt des Korpus. Es dürfte ein Andachtskreuz sein.


 
 
 

Wegekreuz 4

Kreuzname:
Blutkreuz
Kreuzart:
spätgotisches Nischenkreuz
Standort:

Tief im Wald, ca. 2 Km vom Ort entfernt (schwer zu finden) in der Nähe vom Dreesbachbrunnen im Hundsbachtal.

Koordinaten:
50°12´34"N -  06°33´35"E  (WGS 84)
Entstehung:
1548
Besonderheiten:
Ein sehr bekanntes sagenumwobenes Kreuz

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Flurname:
Auf der Fläch

Beschreibung:

Etwa zwei Kilometer vom Ort entfernt, tief im Wald versteckt, steht eines der interessantesten und ältesten Kreuze des Kreises Prüm. Es ist sehr schwer aufzufinden und befindet sich in einem sumpfigen Gelände in der Nähe eines Baches. Auf einem schmalen, hohen Sockelstein ist ein vierkantiger Schaft angebracht, der mit kurzem Fuß zum achtkantigen Schaft übergeht. Im oberen Schaftteil ist die Errichtungszahl deutlich zu lesen: 1548. Darunter sind Zeichen eingehauen, die nicht gedeutet werden können. Kleine Übergangsspitzen unten und oben am Schaft leiten vom Vierkant zum Achtkant über; ein Merkmal, das das Kreuz als ein Werkstück aus der Zeit vor 1600 kennzeichnet. Ohne Kapitell geht der Schaft zum Nischenkreuz über. Die Nische ist giebelförmig und 13 cm tief. Die Außenkanten des Nischenkopfes weisen eine geringe Brechung auf. Das Abschlusskreuz sitzt mit seinen Querbalken unmittelbar auf der Nischenspitze; es fehlt also die untere Balkenlänge, ein Merkmal, das bei sehr alten Nischenkreuzen häufig zu finden ist. Die Kreuzbalken sind achtkantig geformt. Eigenartig ist es, dass auf dem Sockelstein die Jahreszahl »1542« und auf dem Schaft »1548« eingehauen ist. Die Gesamthöhe des Kreuzes beträgt 2.05m. Im Ort und in der Umgebung ist das Kreuz allgemein als Blutkreuz bekannt. Seinen Namen hat es von einer Sage:
»Ein Jäger verfolgte auf der Jagd ein Reh, das sich in seiner Not hinter diesem Steinkreuz verbarg. Dem Jäger war es unmöglich einen gezielten Schuss auf das Wild abzugeben. In seinem Zorn schoss er auf das Kreuz und siehe da, aus der Schussstelle floss Blut heraus. Diese Bluttropfen sollen noch lange sichtbar gewesen sein.« So erhielt das Kreuz seinen Namen.

 
 

Die Sage vom Blutkreuz

Einst war ein Jägersmann selbst am Sonntag zur Jagd gegangen. Mit großer Leidenschaft ging er dem Weidwerk nach. Wie er so im Wald herumpirschte, scheuchte er ein scheues Reh auf, flink sprang dieses hinter das Kreuz und suchte Schutz. Mehrere Male legte der Jäger auf das Reh an, verfehlte aber stets den Schuß. Unwirsch drückte er nun ein letztes Mal ab, direkt auf das Kreuz zielend.
Siehe da - jetzt tropfte rotes Blut aus dem harten Stein. Entsetzt wandte sich der Jäger ab. Er vergaß Reh und Jagd und verließ hastend den ihm unheimlich gewordenen Ort. Zu hause angekommen, fiel er tot zu Baden. Ein Schlag hatte seinem Leben ein Ende gesetzt. Der Herr hatte den gottlosen Weidmann gestraft.


Noch nach vielen Jahren waren die Blutspuren auf dem Stein zu sehen. Leute mit scharfen Augen wollen sie noch heute feststellen können. Man sagt, bis auf den heutigen Tag jage der Jäger mit seinen beiden Hunden um die Mitternacht um das Kreuz. Seine Seele könne keine Ruh finden.



 
 
 

Wegekreuz 5

Kreuzname:
unbekannt
Kreuzart:
unbekannt
Standort:
Auf dem Waldweg nach Eigelbach.
Koordinaten:
50°11´43" N -  06°34´17"E (WGS 84)
Entstehung:
unbekannt
Besonderheiten:
unbekannt


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Beschreibung:

Auf dem Waldweg von Büdesheim nach Kopp treffen wir auf ein sehr altes Wegekreuz, das wahrscheinlich nach dem dreißigjährigen Krieg hier errichtet wurde und als Pestkreuz zu bezeichnen ist. Das etwa 2m hohe und etwas schräg stehende Kreuz wurde in späteren Jahren mit einer Muttergottesfigur und einem Christusbild aus Porzellan ausgeschmückt.



 
 
 

Wegekreuz 6

Kreuzname:
unbekannt
Kreuzart:
wahrscheinlich ein Pestkreuz
Standort:
An der ehemaligen Hauptstraße nach Kopp (Waldweg) beim Jagdhaus Steinrich (Büdesheim)
Koordinaten:
50°11´45"N -  06°34´45"E (WGS 84)
Entstehung:
unbekannt
Besonderheiten:
keine

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Beschreibung:

Leider kann ich über dieses Kreuz keine näheren Angaben machen. Vor vielen Jahren muss es wohl, es stand ursprünglich nicht weit von der jetzigen Stelle, vom Sockel gefallen sein und lag seit dem in einer Scheune. Da ich aber wußte, dass dort mal ein Wegekreuz stand, fragte ich im Jagdhaus Steinreich nach. Dort lag es in der Scheune. Das Kreuz wurde restauriert und an der Stelle, wo es jetzt steht, wieder aufgestellt.


                                                                                                                                                                          

 
 
 

Wegekreuz 7:

Kreuzname:
unbekannt
Kreuzart:
Balkenkreuz
Standort:
Alter Fußpfad von Büdesheim nach Wallersheim
Koordinaten:
50°12´45"N -  06°32´47"E (WGS 84)
Entstehung:
Wende zum zwanzigsten Jahrhundert
Besonderheiten:
Zweiteiliges Kreuz



 
 

Flurname:
Im Schüppenberg

Beschreibung:
Auf dem alten Fußpfad von Büdesheim nach Wallersheim, der im Volksmund als Messenpfad bezeichnet wird, steht ein ca. 2.50m hohes Sandsteinkreuz, von dessen Herkunft und Geschichte in der Gemeinde Büdesheim heute niemand mehr etwas zu berichten weiß. Der Schaftteil wurde mit einer Klammer versehen, um dem abgebrochenen Oberteil wieder Halt zu geben. Man kann davon ausgehen, dass es um die Wende zum zwanzigsten Jahrhundert errichtet wurde.


                                                                                                                                                                          

 
 
 

Wegekreuz 8

Kreuzname:
unbekannt
Kreuzart:
unbekannt
Standort:
Haus Saxler in der Pilgerstraße
Koordinaten:
50°12´53"N -  06°33´09"E (WGS 84)
Entstehung:
1696
Besonderheiten:
Einfaches Kreuz


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Flurname:
Im Schüppenberg

Beschreibung:

Wir nähern uns nun dem Ort, wo wir die meisten Zeugen der Vergangenheit in Büdesheim finden werden. Am Haus Saxler, an der Pilgerstraße, steht ein einfaches Kreuz. Ein Sockelstein ist nicht sichtbar. Der Schaftfuß und auch der Schaft selbst sind sehr schmal. Der gesamte Schaft ist mit der Inschrift:
»DIESES KREITZ HAT AUFGERECHT JOHANNES STEFFANUS VON BEDESHEIM GUT ZU EHREN UND SEINEM WEIB UND KINDEREN«
Auf das ganz einfache Kapitell ist ein Abschlusskreuz ohne Korpus gesetzt. Im Schnittpunkt der Kreuzbalken ist eine heraldische Rose und darunter ein Herz mit drei Nägeln aus dem Stein halbplastisch herausgehauen. Auf dem Querbalken, links und rechts der Rose, ist die Jahreszahl: »1696« zu lesen.


                                                                                                                                                                          

 
 
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